Hagener SV: Kriege, Lauxtermann, Harbecke, Beckmann, Schriever, Meyer, Hormann, Kohmäscher (ab 63. Minute Rode), Berelsmann (ab 83.
Minute Schneider), Engelmann, Dransmann (ab 71. Minute Berstermann) ET Bünemann
SC Quakenbrück: Puncak, Preuth, Gorny, Buddemeyer, Wischmeyer, Ringkamp, Reihs, Müller, Schreiter, Hellwege, Feldkamp
Tore: 0:1 Ringkamp (5. Minute), 1:1 Berelsmann (17. Minute), 2:1 Harbecke (23. Minute), 3:1 Rode (73. Minute), 4:1 Berelsmann
(82. Minute)
Am zweiten Spieltag zeigte sich die Mannschaft erstmals vor heimischen Publikum. Um nach der Auftaktniederlage in Ankum einen Fehlstart zu verhindern, musste dringend ein Sieg
her.
Doch schon nach 5 Minuten gerieten wir in Rückstand. Nach einem langen Abschlag des Torhüters unterschätzte der Defensivverbund den Ball und
so lief Ringkamp mit dem Ball am Fuß alleine auf David Kriege zu. Ringkamp schob den Ball zwar am Tor vorbei, wurde aber direkt nach dem Torabschluss von David Kriege im Strafraum
gefällt.
Den fälligen Elfmeter verwandelte der gefoulte entgegen der Fußballweisheit selber und traf platziert unten links.
Der Auftakt war natürlich nicht nach Maß und verunsicherte die Heimmannschaft vorerst. Nach knapp 15. Minuten kamen wir besser ins Spiel und verlagerten das Spielgeschehen in die Hälfte
der Quakenbrücker. In der 17. Spielminute schlug Jan Schriever eine Freistoßflanke an den Fünfmeterraum der Gäste. Die Gästespieler verließen sich auf den Torwart, der Torwart
verließ sich auf seine Vorderleute und so konnte Kai Berelsmann recht unbedrängt aus kurzer Distanz einköpfen.
Schon in der 23. Spielminute konnte Philipp Harbecke nachlegen. Eine Bogenlampe von Seppel Kohmäscher fand im Strafraum den Kopf von Kai
Berelsmann. Dieser legte den Ball quer in die Gefahrenzone und hier drehte sich Philipp Harbecke in Gerd Müller Manier um seinen Gegenspieler und traf aus der Drehung zum umjubelten
Führungstreffer.
Quakenbrück agierte in dieser Phase oft mit langen Bällen, doch die Hintermannschaft vom HSV stellte sich darauf jetzt gut ein. Wenn Quakenbrück doch mal die Spieleröffnung mit
Flachpässen versuchte, war der HSV präsent und kam oftmals zu Ballgewinnen in der Hälfte der Quakenbrücker. Ein solcher Ballverlust führte auch zur Großchance von Janik Engelmann.
Seppel Kohmäscher setzte seinen Gegenspieler unter Druck und dieser schoss ihn an. Der Ball landete dann über Umwegen bei
Janik Engelmann, der aus halblinker Position vor dem Torwart auftauchte, aber knapp verzog.
Quakenbrück war kurz vor der Pause noch mit zwei Standartsituationen gefährlich. In beiden Fällen wurde der Ball auf den langen Pfosten gezogen und in beiden Fällen kam ein
Quakenbrücker Spieler unbedrängt zum Kopfball. Doch beim ersten Mal war der Winkel zu schlecht und beim zweiten Versuch entschied der Schiedsrichter auf Abseits, was nicht ganz
unwichtig war, denn der Ball lag im Netz und das hätte bedeutet, dass man mit einem 2:2 in die Kabine gegangen wäre, denn direkt nach dieser Situation pfiff der Schiedsrichter zum
Pausentee.
Quakenbrück kam jetzt mutiger aus der Kabine und war die spielbestimmende Mannschaft. Hagen trat zu passiv auf und gewährten den Quakenbrückern zu viel Raum und Ballbesitz. David Kriege
bewahrte den HSV mit einer Glanztat vor dem Ausgleich, als der Gästeangreifer frei vor ihm auftachte und David den Ball mit dem Gesicht zur Ecke klären konnte.
David war dem K.O. Nahe, konnte aber weiterspielen. Diese Szene war der Weckruf für den HSV, selber wieder mehr fürs Spiel zu tun, denn um das Ergebnis zu verwalten, war noch zu lange
zu spielen.
Im Anschluss an eine Ecke traf Malte Dransmann aus dem Gewühl heraus nur die Latte. Dieses sollte aber nur der erste von zwei Aluminiumtreffern sein.
Nach einer Flanke von außen kam Christian Rode in der Mitte frei zum Schuss. Seine Volleyabnahme rutschte ihm aber leicht über den Schlappen und trudelte vom Aussenpfosten ins
Toraus.
Kurze Zeit später machte er es dann besser, als er nach einem katastrophalen Abspielfehler der Quakenbrücker frei vor dem Tor auftauchte und die Nerven behielt. Lukas Berstermann kann
hier mit etwas Wohlwollen einen Assist zugesprochen werden, da dieser den Ballverlust in der Defensive der Gästemannschaft mit gutem Einsatz erzwang.
Quakenbrück kam ab der 60. Minute nicht mehr gefährlich vors Tor und so bot sich Janik Engelmann in der 80. Spielminute die große Chance zum 4:1. Stefan Hormann spielte den Ball
überlegt in die Gasse, doch Janik fand im Torwart der Gäste seinen Meister, der mit einem starken Reflex als Sieger aus dem Duell ging. Das 4:1 fiel dann in der 82. Spielminute.
Kai Berelsmann konnte einen Konter nach Flanke von Janik Engelmann im Tor der Gäste unterbringen.
Die letzte Aktion des Spiels bot wieder das Duell Janik Engelmann gegen den Torhüter und abermals blieb der gute Gästetorwart Sieger, als er einen Distanzschuss gut zur Ecke klären
konnte.
An den Chancen gemessen, ein verdienter Sieg, der auch in dieser Höhe in Ordnung geht. An den Spielanteilen gemessen, fiel der Sieg vielleicht um ein bis zwei Tore zu hoch aus, da
Quakenbrück jeweils die erste Viertelstunde der beiden Halbzeiten dominierte.
So freuen wir uns dann auf den nächsten Sonntag, wenn sich mit Merzen ein Topteam der Liga in Hagen vorstellt. Doch mit einer konzentrierten und engagierten Leistung sollte auch gegen
Merzen was möglich sein...